6. Jahrestagung Multifamilientherapie 2014
 
"Horizonte erweitern - Netzwerke stärken"
 
  21.-23. Mai 2014
  Kongresszentrum Damp/Ostsee

  - MFT aus Sicht der Familien
  - Anwendungsfelder
  -
 Forschung

Dieses Jahr veranstaltet durch die HELIOS-Kliniken und die DGSF


Einleitung

Wie erleben Familien Multifamilientherapie?
 
Um Antworten auf diese Frage zu bekommen, haben wir für den 1. Tagungstag Familien aus Klinik und Schule eingeladen, die mit der Schilderung ihrer Erfahrungen unsere Horizonte erweitern und uns viele Anregungen für die Praxis geben werden.
 
Am 2. Tag werden in drei Foren zu Klinik, Schule und Jugendhilfe unterschiedliche Themen in  der Arbeit mit Familiengruppen vertieft. Besonders freuen wir uns, dass auch Gäste aus Dänemark und Schweden uns an ihren Ideen und Projekten teilhaben lassen.
 

Wir möchten Sie herzlich einladen, sich von einem vielfältigen Tagungsprogramm für Ihre Arbeit inspirieren zu lassen.
 
Neben dem Austausch in Foren und Workshops eröffnen sich auch bei Strandspaziergängen Möglichkeiten zum Gespräch und zur Vernetzung.
 

Wir freuen uns auf eine erlebnisreiche und anregende Fachtagung im hohen Norden.
 

Dr. Martin Jung      Ulrike Behme-Matthiessen      Thomas Pletsch


Programm

Mittwoch, 21.5.2014

18.00 - 19.00 Uhr Öffentlicher Vortrag:
„Wenn Familien (reflektiert) kommunizieren....."
Dr. Filip Caby, Papenburg

Settings entstehen häufig aus der Not, weil Klienten uns mit ihrer Hilflosigkeit so hilflos machen, dass wir uns gezwungen sehen, die Dinge "mal ganz anders" zu machen. Ende der neunziger Jahre sah ich mich gezwungen Familien mit- und untereinander reflektieren zu lassen, weil uns als Therapeuten nichts mehr eingefallen ist.

And they did it, they really did it!
Sie haben es gelöst. Ohne, dass wir als Therapeuten eingreifen mussten.

Der Vortrag handelt davon, dass man als Systemiker wirklich nichts wissen muss und schon mal gar nicht wissen muss, was gut ist.
Und davon, was das mit den Surrealisten zu tun hat.
Die Basis war gelegt durch Tom Andersen, durch das systemische Denken und Wirken an sich.
Was hat es ermöglicht?

Donnerstag, 22.5.2014

9.00 Uhr Eröffnung
9.30 - 10.15 Uhr MFT Leuchttürme und Klippen
Prof. Michael Scholz, Dresden
10.15 - 11.15 Uhr MFT aus Sicht der Familien – Kontext Klinik
Hans Jürgen Strufe und Heinz-Georg Löffler

Seit Gründung der Tagesklinik vor gut 11 Jahren bieten wir Multifamiliengruppen an. Zunächst wöchentlich einmal für 2 Stunden, seit einiger Ziet wöchentlich einmal über 5 Stunden. Das Programm richtete sich an 7 – 9 Familien, von denen neben dem in der TK behandelten Kind mindestens 1 gleichbleibendes Elternteil regelmäßig teilnehmen müssen, auch an andere Elternteile, Geschwister und Großeltern des Kindes. Die Gruppen sind offen und störungsübergreifend organisiert. Der Ablauf gliedert sich nach einem festen Schema mit VideoFeedback, Kochen, Zielerunde, psychomotorischen Übungen, einer spezifischen MFT-Übungseinheit und der Abschlussrunde. Seitens der Tagesklinik besteht ein festes multiprofessionelles Team aus den Bereichen Pflege, Ergotherapie, Psychologie und Medizin, das sich neben dem MFT-Tag zur festen Nachbesprechung und Vorbereitung trifft. In dieser Planung finden neben dem aktuellen Stand in der Gruppe insbesondere Fragestellungen der Familien und deren Möglichkeiten Berücksichtigung.

Zwei dieser Bausteine möchten wir hier in Damp genauer vorstellen: Im „Vortrag“ am Vormittag sind dies unsere Zielerunde mit Familien und heute Nachmittag im Workshop unsere Videoarbeit, die sich nicht nur auf das VideoFeedBack am Vormittag, sondern auch auf den ganzen Tag bezieht.

Nachmittags werden die Kollegen aus dem Bereich der Videoarbeit berichten (siehe dazu WS 6 am Donnerstagnachmittag).

Nach einer (sehr) kurzen Einführung und einem Überblick zeigen wir ein paar Videosequenzen aus den Gruppen. Wir werden aber auch 3 -4 „unserer“ Familien einladen, die aus deren Sicht und Erfahrungen erzählen. Dabei planen wir die Möglichkeit konkreter Nachfragen aus dem Publikum mit ein. Entsprechend einer Live-Veranstaltung können sich ja immer wieder kurzfristige Veränderungen ergeben.
11.15 - 11.45 Uhr Pause
11.45 - 12.45 Uhr MFT aus Sicht der Familien - Kontext Schule
FiSch-Teams des Kreises Schleswig-Flensburg mit Familien
13.00 - 14.30 Uhr Mittag, Fitness am Strand

14.30 - 16 Uhr Foren am Donnerstag Anmeldungen
Stand 5.5.
Forum
Forschung
Moderation: Prof. Armin Castello, Flensburg

a) Qualitative und quantitative Therapieevaluation der Multifamilientherapie als Behandlungsbaustein der Tagesklinik (Dr. Ulrike Röttger/Magdeburg)

Fragestellung: Seit mehreren Jahren findet die Multifamilientherapie (MFT) zunehmend Einsatz in der Behandlung kinder- und jugendpsychiatrischer Patienten. Folgenden Fragen sind bisher allerdings unzureichend geklärt:Was verändert sich durch den Einsatz dieser interaktiven Therapieform bei den Familien? Wie verändern sich die Symptome der Patienten? Verändern sich die familiären Beziehungen? und Wie erleben die Familien den Therapieprozess? Ziel des aktuellen Vorhabens war es die subjektive Prozessperspektive, die subjektiven Wahrnehmungen und Handlungsstrategien in Bezug auf den Austausch und die Unterstützung mit anderen Familien genauer zu charakterisieren.

Methodik: Im Rahmen der quantitativen Evaluation wurden seit 2010 kontinuierlich der Verlauf und die langfristigen Auswirkungen der Behandlung unserer Patienten überprüft. Bisher nahmen ca. 40 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren und ihre Familien teil. Die Patienten und ihre Eltern wurden bei Aufnahme (T1), nach dreimonatiger Behandlungszeit (T2) und nach neun Monaten in einem Prä-Post-Design hinsichtlich des Belastungserlebens (CBCL, YSR, DIKJ, BDI-II) und der subjektiven Familienbeziehungen (SFB) befragt.
Im Rahmen der qualitativen Evaluation wurden in einem Pilotprojekt mit dem Institut für Psychologie vier Elternteile deren Kinder die tagesklinischen Behandlung erfolgreich beendet hatten und die kontinuierlich an der MFT teilgenommen hatten mit dem Kuckartzschen Kurzevaluationsraster speziell zur MFT befragt. Das mit den Elternteilen durchgeführte Interview dauerte 150 Minuten und bestand aus einem halbstrukturiertem Interview mit problemzentrierten und narrativen Fragen zur Retrospektion, der Erstellung einer visuellen Netzwerkkarte zur Erfassung der Wahrnehmung der sozialen Interaktion und der Vernetzung und einem Kurzfragebogen zu Erfassung soziodemografischer Daten.

Ergebnisse: Die bisherigen Ergebnisse der quantitativen Evaluation zeigen sowohl eine Verringerung des Belastungserlebens aus Sicht der Eltern und Kinder als auch eine positive Veränderung der familiären Beziehungen.
Die qualitativen Interviews sind abgeschlossen, befinden sich aktuell in Auswertung und sollen im Rahmen der Tagung vorgestellt werden.

Diskussion: Perspektivisch soll überlegt werden, ob sich aus den Ergebnissen der quantitativen und qualitativen Evaluationsansätzen eine Modifikationsperspektiven für diese Therapieform und der zukünftigen Evaluation entwickeln lassen.


b) Kerstin Klappstein/Heide
c) Bente Jürgensen/Flensburg

d) FiSch - Multifamiliencoaching an einer Grundschule (Dagmar Hilmer/Scharnebeck)

Die Wirkung des Projektes „Familie in Schule“, so wie es in der Samtgemeinde Scharnebeck von vier Grundschulen durchgeführt wurde, ist durch eine qualitative Befragung der teilnehmenden Schüler/innen, der begleitenden Eltern, der mitarbeitenden Heimatschullehrer/innen und des FiSch-Teams evaluiert worden.

Die Fragen hatten ein offenes Format. Die Beteiligten wurden in Interviewform anhand eines Leitfadens befragt. Die Ergebnisse wurden protokolliert und ausgewertet. Inhaltlich bezogen sich die Leitfaden-Fragen auf die Veränderung der Beziehungen, der emotionalen Gefühlslage, der Zielerreichung und auf die Durchführung des Projektes. Die Anzahl der Fragen variierte zwischen vier (FiSch-Team) und vierzehn (Eltern). Sie waren der Zielgruppe nuanciert angepasst. Da das Projekt erst seit November 2012 durchgeführt wird, beschränkt sich die Auswertung auf neun Schüler/innen.

Die Evaluation ergab, dass alle beteiligten Parteien Veränderungen oder Verbesserungen in den Bereichen Sozialverhalten, Lernorganisation (Arbeitsverhalten), Zielorientierung und Hausaufgabenbewältigung beobachten konnten. Das Verhalten in der Schule verbesserte sich in verschiedenen Ausprägungen, wie aus Gesprächen mit den Heimatschullehrkräften deutlich wurde.

Zusammenfassend kann das Projekt „FiSch“ vorläufig als Erfolg betrachtet werden. Die erfolgversprechenden Faktoren dieser Maßnahme sind Ziele und Zielsetzung, Verständnis und Unterstützung und Kommunikation als Kernpunkte, welche von allen unabhängig befragten Parteien fortlaufend hervorgehoben wurden.
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Forum
Literatur
Jürgen Hargens liest
„Liebes Leben“ – Psychotherapeutisches als gute Geschichte
(Infos zu Jürgen Hargens' neuem Buch "Suter oder das Chamäleon-Prinzip")
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16.15 - 18.00 Uhr Workshops "Nordlichter"
siehe weiter unten
19.00 Uhr Drum Circle (Infos zu "percussion summit")
und Abendveranstaltung

Freitag, 23.5.2014

9.00 - 9.45 Uhr "All together now" - Systemische Therapie mit Gruppen, als MFT und mit einzelnen Systemen
Dr. Enno Hermans, Essen/DGSF

10 - 13 Uhr Foren am Freitag Anmeldungen
Stand 5.5.
Forum I
Klinik

Moderation:
Dr. Ulrike Röttger
Die Familientagesklinik Koralle in Bernau bei Berlin – Multifamilientherapie im teilstationären Setting
Inga Plewe, Bernau

MFT bei Anorexie
Katja Scholz & Dr. Maud Rix, Dresden

Multifamily therapy in different social contexts – the Nordic experience.
Dr. Ulf Wallin, Lund/ Schweden

Multifamily therapy is a treatment that brings together families around everyday life situations. To be of benefit to the families that participate, the treatment must be based on the cultural context. This means that local adaptations must be made. In working with anorexia nervosa it is the common meals that are the focus of treatment, and how families socialize around meals differs between the Nordic countries.
In the Nordic countries we have a Multifamily Network that brings together 12 different eating disorders centres; we meet regularly to share experiences. There are mainly similarities but there are also some differences that affect how we work.


Mehrfamilientherapie in der Tagesklinik: Kreative Teamarbeit mit Familiengruppen in verschiedenen Altersbereichen
Dr. Ulrike Röttger, Magdeburg
Die Multi- oder Mehrfamilietherapie ist seit mehreren Jahren ein wichtiger Behandlungsbaustein unserer tagesklinischen Behandlung. Unter dem Motto „Miteinander voneinander“ werden Familien angeregt untereinander Lösungen für ihre Probleme zu finden und sich gegenseitig zu unterstützen. Dabei wird mit Techniken der systemischen Familientherapie und psychodynamischen Gruppentherapie gearbeitet.

In Magdeburg haben die multiprofessionellen Teams der Tagesklinik gemeinsam die Grundausbildung dieser Therapieform im Rahmen einer „in-house-Fortbildung“ absolviert. Im Anschluss daran sind altersspezifische Formen der Mehrfamilientherapie auf den einzelnen Behandlungsgruppen entstanden, die in den Teams vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet werden. Die Mitarbeiter der Teams bringen dabei ihre jeweiligen Fachkompetenzen ein und es entstehen auf den Familiengruppenkontext zugeschnittene gestalterische, bewegungsorientierte oder musiktherapeutische Angebote. Es werden so „Erlebnisräume“ für gemeinsame Erfahrungen mit anderen Familien innerhalb der tagesklinischen Behandlung geschaffen.

Im Unterschied zu anderen Kliniken und Einrichtungen bei denen die Multifamilientherapie bei Familien mit Kinder und Jugendlichen eines bestimmten Störungsbildes (z.B. Anorexie) eingesetzt wird, arbeiten wir „Störungsübergreifend“ in „altershomogenen“ Gruppen. Die Gemeinsamkeit aller Familien besteht darin, dass sie sich alle in einem ähnlichen „familiäre Lebenszyklus“ durch die Altersstufe ihrer Kinder befinden. Zentral sind deswegen auch die Entwicklungsthemen und Bedürfnisse in Bezug auf den jeweiligen familiären Lebenszyklus. Die Familiengruppentherapie findet für alle Familien der jeweiligen Altersstufe (bis zu acht Familien) alle 14 Tage an einem Spätnachmittag (3,5 Stunden) zu unterschiedlichen Themenschwerpunkte statt.

Die bisherigen Erfahrungen mit diesem „Behandlungsbaustein“ sind positiv: Die Mitarbeit der Familien verbessert sich, die Akzeptanz der tagesklinischen Behandlung erhöht sich, Eltern beschreiben den Austausch mit anderen Eltern und die Erfahrung mit den Problemen nicht alleine zu sein als entlastend. In meinem Vortrag werde ich Einblicke in den Aufbau dieser Arbeit an unserer Klinik geben.
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Forum II
Schule

Moderation:
Doris Drümmer,
Lisa Mohr
Familienklasse als Bestandteil von Inklusion
Doris Drümmer & Lisa Mohr, Bremen

Durch die Beschlüsse der UN-Behindertenrechtskonvention, die seit dem 1.1.2009 für die BRD rechtsverbindlich ist, stehen alle Bundesländer vor der Herausforderung, inklusive Beschulung umzusetzen.

Im Bremischen Schulgesetz heißt es dazu in § 3 Absatz 4:
„Bremische Schulen haben den Auftrag, sich zu inklusiven Schulen zu entwickeln. Sie sollen im Rahmen ihres Erziehungs- und Bildungsauftrages die Inklusion aller Schülerinnen und Schüler unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, ihrer Staatsbürgerschaft, Religion oder einer Beeinträchtigung in das gesellschaftliche Leben und die schulische Gemeinschaft befördern und Ausgrenzungen einzelner vermeiden.“

Inklusion bedeutet etwas grundsätzlich anderes als Integration.
Mit Integration wird das Ziel verfolgt, ein Individuum in eine bestehende Gruppe, die einer Norm entspricht einzugliedern.
Inklusion bedarf einer pädagogische Haltung, welche die Fähigkeiten und Ressourcen aller am pädagogischen Prozess Beteiligten als hinreichende Grundlage für die Arbeit an tragfähigen Lösungen sieht und keinesfalls defizitorientiert denkt und handelt. Diese Haltung ermöglicht letztendlich eine Veränderung der Norm und verändert damit auch entscheidend den Blick auf die einzelnen Akteure und Akteurinnen in den pädagogischen Prozessen.

Diese Haltung ist Grundlage systemischen Handelns und Denkens und daher kann Multifamilienarbeit an Schulen ein entscheidender Motor sein, um diesen Prozess, der letztendlich einen Paradigmenwechsel im System Schule darstellt, zu unterstützen und voran zu treiben.

Multifamilienarbeit an Schulen bedeutet konkret, dass das System Familie aktiviert wird, um Lösungen für die betroffenen Schülerinnen und Schüler zu entwickeln.
Im Mittelpunkt von Familienklassen stehen die Schülerinnen und Schüler, die auf Grund unterschiedlichster sozial-emotionaler Ursachen Schwierigkeiten haben, am Unterricht teilzunehmen. Diese Problemlagen nehmen zu und werden häufig als Haupthindernisgrund für eine inklusive Schule benannt.
Anders als bei Sinnes- oder körperlichen Beeinträchtigungen kann diesen Förderbedarfen nur wenig individuell begegnet werden. Es wird immer deutlicher, dass es hierbei einer systemischen Intervention bedarf im Sinne einer familiensystemischen Unterstützung. Hier setzt Multifamilienarbeit an und ermöglicht dadurch, dass die Familien in der Schule arbeiten, dass die Ressourcen der Familien in den Lösungsprozess miteingebracht werden und damit die Chance auf nachhaltige Veränderungen im Verhalten eröffnet wird.

Multifamilienarbeit als Angebot der Regelschule kann also beitragen zur grundsätzlichen Veränderung des Systems Schule, wie es der Inklusionsauftrag fordert und ist eine konkrete Unterstützungs- und Fördermaßnahme für Schülerinnen und Schüler mit Auffälligkeiten im sozial-emotionalen Bereich.


FiSch - Multifamiliencoaching an einer Grundschule
Dagmar Hilmer, Scharnebeck

Das Projekt „Familie in Schule“ (FiSch) ist ein Unterstützungsangebot für Grundschulkinder der niedersächsischen Samtgemeinde Scharnebeck, deren emotionale, soziale und schulische Entwicklung durch wiederkehrende massive Probleme im Bereich des Verhaltens in der Schule gefährdet erscheint.
Oberstes Ziel der Maßnahme FiSch ist der Verbleib im Klassenverband der Heimatschule und die Entwicklung eines positiven Selbstkonzepts und damit einer erfolgreichen Schullaufbahn.

Auf der Grundlage des Konzeptes „FiSch“ steht die gezielte Kommunikation zwischen Eltern, Heimatschullehrkräften und Schüler/innen im Mittelpunkt der Arbeit. Der aktive Einbezug der Eltern/Erziehenden in die schulische Entwicklung ihrer Kinder mit Hilfe des Elterncoachings spielt dabei eine zentrale Rolle. Im Scharnebecker Projekt „FiSch“ ist die Vernetzung der Schulsozialarbeit mit den Angeboten des Sozialraums Scharnebeck eine wichtige Ergänzung.

„FiSch“ ermöglicht Veränderungen und/oder Verbesserungen bei den teilnehmenden Kindern in den Bereichen Sozialverhalten, Lernorganisation (Arbeitsverhalten), Zielorientierung und Hausaufgabenbewältigung. Die Eltern erleben sich als selbstwirksam, sehen sich in der Lage ihre Kinder zu unterstützen und die Kooperation zwischen Heimatschule und Elternhaus (wieder)aufzunehmen.

Die positiven und erfolgreichen Ergebnisse des Projekts „FiSch“ lassen darauf hoffen, dass sich die Maßnahme weiter etablieren kann. Die Weiterentwicklung des Projektes steht in Abhängigkeit zum Selbstverständnis der einzelnen Schulen und der pädagogischen Haltung der Heimatschullehrkräfte gegenüber Neuem.


Bio- und Videofeedback in der Familienklasse- ein Experiment
Matthias Wack, Wetzlar


Translation of the familyclass model to a model for younger children and their families
Tryggvi Kalden / Kirsten Seidler Hviid / Anita Baumgarten, DK


"Familiestue", multifamily work with children in kindergarten (2-5 years) in Helsingor.
"Familiestuen", seen from a parent’s perspective.
We will describe structure and content. What is the difference compared to the work with children in schools, seen in relations to:
- The structure of the day
- Activities
- Parent group
- Cooperation with the kindergarten
(evaluations meetings, how to use target sheets etc.).
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Forum III
Jugendhilfe


Moderation:
Christian Scharfe
MehrFamilienHaus – eine Tagesgruppe mit vielen Familien
Anne Strebin, SKF Essen

Seit nunmehr 4 Jahren gibt es die Tagesgruppe MehrFamilienHaus des Sozialdienst katholischer Frauen Essen-Mitte e.V. Der Name ist Programm, denn die Gruppe bietet Platz für 10 Kinder im Alter von 6-12 Jahren und deren Familien. Multifamilientherapie findet immer dann statt, wenn mehr als eine Familie anwesend ist. Dies geschieht in fest terminierten Settings aber auch im täglichen Umgang miteinander.
Es werden sowohl die Vorteile, als auch die Schwierigkeiten beleuchtet, die dieses Konzept im Rahmen der Jugendhilfe mit sich bringt. Darüber hinaus freuen wir uns auf einen regen und konstruktiven Austausch mit anderen MFTlern.

Multifamilienfreizeit – eine Freizeit mit vielen Familien
Stefanie Rhein, SKF Essen

Es war der Wunsch Familien, die mit dem Sozialdienst katholischer Frauen Essen-Mitte e.V. in unterschiedlichen Settings zusammenarbeiten, Raum zu geben, um ihre Selbstwirksamkeit zu erfahren, Austausch mit anderen betroffenen Familien zu haben und eine Form von Urlaub mit ihrer Familie zu erleben.
Dies setzen wir nun im vierten Jahr um und freuen uns auf ein Teilen unserer Erfahrungen und den Austausch mit Ihnen.

Von Visionen und Gräben: MFT in der Jugend- und Familienhilfe
Heidjer Schwegmann, Aurich

MFT oder MFA (ja was eigentlich?) etablierte sich zunächst als Instrument der Teilhabe ganzer Familiensysteme am Prozess der Entwicklung von Lösungen im Raum der Psychiatrien. In den letzten Jahren kam es für die MFT zu „Übersprungeffekten“ und einer dynamischen Adaption in den Jugendhilferaum. Der Erfolg gibt dieser Methode (oder Meta-Methode) letztlich Recht. Zudem boten sich insbesondere in den ambulanten und teilstationären Settings gute bis sehr gute Anknüpfungspunkte zu sozialräumlichen Lebensbezügen.

Ganz so einfach stellt sich der Implementierungsprozess jedoch in der konkreten Praxis oft nicht dar: Notwendige Ressourcen müssen entweder zusätzlich bereitgestellt – das heißt finanziert – werden und Kostenträger reagieren zunächst vorsichtig bis skeptisch in einer unübersichtlicher gewordenen Angebotslandschaft. Dies gilt umso mehr, als die Eindeutigkeit der rechtlichen Hilfezuordnungen (SGB VIII, SGB IX oder SGB XII?) aber auch der zuständigen Kostenträgerschaft oft nicht gegeben ist.

Was bedeutet an dieser Stelle schließlich die gesellschaftspolitisch gewollte, prozesshaft aber schwierige (und weitgehend ungesteuerte) Transformation unserer Bildungs- und Jugendhilfelandschaft in Richtung Inklusion? Wie kann die Kommunikation und Kooperation mit öffentlichen Trägern und Hilfesystemen effektiv gestaltet werden? Welche Argumente sprechen gegen zu enge Zuständigkeitsabgrenzungen und für gemeinsame Experimente und neue Wege?

Diesen und anderen Fragestellung wollen wir uns widmen und dabei insbesondere die Erfahrungen aus dem Plenum zu Wort kommen lassen. Dabei soll das Ziel sein, jenseits der Widerstände und Hinderungsgründe „Lösungen zu (er)finden“ und „Möglichkeitsräume zu entdecken“!


Ambulante MFT zur Vermeidung von Fremdunterbringung
Karin Bracht, Berlin

Abstract hierzu siehe
Workshop 7 am Freitag (Fr 7).
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13.00 - 14.00 Uhr Mittag, Fitness am Strand
14.00 - 15.30 Uhr Workshops
siehe weiter unten
15.30 Uhr Ausklang, Planung der Jahrestagung 2015

Workshops

Donnerstag, 22.5.2014 "Nordlichter"

    Anmeldungen
(max. 30)
Stand 5.5.
Do 1 Bewegungstherapie in der Arbeit mit Familiengruppen
Stephanie Junker & Sandra Kock, Schleswig


Wir werden:
- miteinander in Bewegung kommen
- gemeinsam, als Familie/Gruppe, Bewegungsaufgaben gestalten und erleben
- Spielerisch, über ein einfaches Bewegungsangebot, Kommunikation und Kooperation ausprobieren

und zum Abschluss
- uns gegenseitig etwas Gutes tun:
Entspannungsangebote, die einfach in den Alltag zu integrieren sind.

Bitte bewegungsfreundliche Kleidung mitbringen!
25
Do 2 Killer in der MFT- Depression, Borderline, Verweigerung
Fallbeispiele, Erfahrungen, Austausch
Team Westküstenklinikum Heide
46
ausgebucht!
Do 3 Arbeit mit Entwicklungsaufgaben im MFT-Setting
Dr. Anne Eckhard-Ringel & Henning Röper, Elmshorn

Auf dem Weg des Geborenwerdens in eine neue Welt hin zum Erwachsensein, müssen sich Familien mit ihren Kindern und Jugendlichen permanent Entwicklungsaufgaben stellen. Das Bewältigen vielfältiger Entwicklungsaufgaben bildet die Basis um normative Herausforderungen wie Beziehungsgestaltung, Liebe und Partnerschaft, aber auch gelingender Einstieg in die Schulwelt und später in die Berufswelt zu erfüllen. Nach einem kurzen theoretischen Input zu Entwicklungsaufgaben im Kindes- und Jugendalter und den dazu gehörigen systemischen Ansätzen, wollen wir dies auf das Setting der MFT übertragen. Vorgestellte Methoden wollen wir ausprobieren und erleben.
30
ausgebucht!
Do 4 FiSch Klinik – FiSch Regelschule: ein Worldcafe zu Unterschieden und Gemeinsamkeiten
Heike Petersen und Andree Nykamp, Schleswig

Seit fast zehn Jahren gibt es „FiSch“ (Familie in Schule) im Kreis Schleswig-Flensburg im klinischen Kontext und seit drei Jahren auch in Regelschulen.
Regelmäßig unterstützen die Eltern ihre Kinder in der Schule beim Erreichen individueller schulischer Verhaltensziele. Begleitet werden Eltern und Kinder dabei von einem gesondert geschulten Coach und einer Lehrkraft. Ein Bewertungssystem veranschaulicht Erfolge und regt zum Austausch an.
In diesem Workshop wird „FiSch“ an Regelschulen und an einer Klinikschule vertiefend dargestellt. Dazu werden methodische Elemente eines „World Cafés“ und der Stationsarbeit verwendet.
Nach einem kurzen Einführungsreferat werden die Workshop Teilnehmer an verschiedenen Tischen von Experten erwartet, die Fragen beantworten und zum Austausch anregen.
Diese Experten sind Eltern, Lehrer und Coaches, die im klinischen Bereich und an der Regelschule mit Fisch befasst sind.
Zum Abschluss des Workshops stellen die Experten die Ergebnisse vor.
17
(Do 5) Der Workshop Do 5 ("Kohärenzgefühl und Bewältigungskompetenzen von Frauen im Verlauf einer MFT") wurde auf Freitag verlegt und ist nun unter "Fr 10" angelegt. Siehe unten! -
Do 6 Einsatz von medienunterstützenden Methoden in der MFT
Betina Smetsers und Holger Buchholz

Wie am Vormittag (10.15 - 11.15 Uhr) bereits ausgeführt, werden in diesem Workshop unter Einbeziehung des Materials (Videokamera, Flipcam, …) einzelne Videosequenzen gezeigt und entsprechend erläutert. Grundlage ist die wertschätzende, ressourcenorientierte Rückmeldung an die Familien. Das regelhafte Videofeedback erfolgt in Gruppen- und Einzelsetting. Der Workshop dient dem Austausch, der Anregung zu neuen Ideen und der Diskussion bzgl. des Einsatzes medienunterstützender Methoden in der MFT.
22
Ausgebucht!
Do 7 MFT zum Anfassen / Einführungsseminar in die MFT in Theorie und Praxis
Dr. K. Zillessen, Weimar
25
Ausgebucht!
Do 8 Neue Autorität und professionelle Präsenz im kinderpsychiatrischen Alltag
Thomas Lorenz, Husum und Niels Thiessen, Schleswig

Seit 5 Jahren beschäftigen wir uns in der Tagesklinik Husum mit dem Konzept der Neuen Autorität.
Auch auf den Kinderstationen in Schleswig wird die Neue Autorität thematisiert und erhält eine zunehmende Bedeutung in den Themenfeldern Patientenumgang und Deeskalation. Wir möchten in dem Workshop an Hand unserer Erfahrungen die Konzepte Neue Autorität, professionelle Präsenz, Gewaltfreier Widerstand vorstellen und mit den Teilnehmern in den Austausch kommen.
18
Do 9 Tischtrommelkonferenz
Jochen Sattler, Stadtklinik Frankenthal

Die Tischtrommel schafft wie kaum ein anderes Instrument einen hoch stimulierenden nicht-sprachlichen Begegnungsrahmen. Füreinander, miteinander, gegeneinander sein... alle Beziehungsaspekte werden in der Trommelgemeinschaft intensiv und auf mehreren Sinnesebenen erlebbar.
Endlich mal auf den Tisch hauen können, einen starken Gruppenrhythmus finden, als "Störenfried" entdecken, dass mit "Querschlägen" der Gruppenbeat noch viel interessanter klingt, unter der Tischtrommel sich von den Anderen bespielen lassen und Vertrauen in die Gruppe entwickeln, das Trommelfell singend zum Schwingen bringen... dies sind nur einige Aspekte, die diese große Trommel für Teamentwicklungsseminare, für die Teamsupervision wie auch für viele pädagogische und therapeutische Einsatzfelder interessant macht.
Jochen Sattler arbeitet als Musiktherapeut seit über 16 Jahren mit der Tischtrommel und hat aus der täglichen Praxis heraus zahlreiche Herangehensweisen - u.a. die "TISCHTROMMELKONFERENZ" - entwickelt.
12
Do 10 MehrFamilienArbeit in Tagesgruppen: Herausforderungen und Lösungen für den Einstieg
Heidjer Schwegmann, Aurich

Das Leinerstift Jugendhilfezentrum hat die Multifamilienarbeit nahezu zeitgleich in sieben Tagesgruppen und als ambulantes Angebot in den sogenannten Flexibel organisierten Hilfen umgesetzt. In diesem Workshop möchten wir die Vorbereitung der Implementierung der Multifamilienarbeit in unserer Einrichtung und speziell die Umsetzung in den Tagesgruppen vorstellen. Die Vielzahl der Fragen der eigenen Mitarbeiter, die Vorgespräche in der Kooperation mit Jugendämtern und der zum Teil schwierige Prozess der Motivation von Eltern wird dabei ebenso Thema sein, wie die überraschenden Erfolge.

Anknüpfen möchten wir aber an den aktuellen Situationen und ersten Erfahrungen der Teilnehmenden, um konkret im Austausch Lösungen für den Einstieg zu entwickeln. Methoden der Multifamilienarbeit sollen dabei erfahrbar gemacht werden, damit die Teilnehmenden einen Eindruck von der grundlegenden Haltungsänderung mitnehmen können.
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Freitag, 23.5.2014

    Anmeldungen
(max. 30)
Stand 5.5.
Fr 1 Ist MFT für Familien chronisch kranker Kinder sinnvoll? - Diskussion und Erfahrungsaustausch
K.E. Zillessen, Weimar
10
Fr 2 Multifamily therapy in different social contexts – the Nordic experience
Dr. Ulf Wallin, Schweden

siehe oben Forum I (Freitag vormittag).
14
Fr 3 Translation of the familyclass model to a model for younger children and their families
Tryggvi Kalden, Kirsten Seidler Hviid, Anita Baumgarten, Dänemark

siehe oben Forum II (Freitag vormittag).
14
Fr 4 Wenn Familien (reflektiert) kommunizieren ...
Dr. Filip Caby, Marienkrankenhaus Papenburg-Aschendorf

siehe oben Vortrag Mittwoch 18.00 Uhr
52
ausgebucht!
Fr 5 Multifamilientherapie bei Anorexie
Katja Scholz und Dr. Maud Rix, Dresden

In dem Workshop soll ein Überblick gegeben werden über die multi-familientherapeutische Arbeit mit anorektischen Kindern und Jugendlichen und deren Familien. Es werden die formale und inhaltliche Struktur des „Dresdner Modells“ sowie therapeutische Techniken vorgestellt, die die Krankheit und die ihren Verlauf beeinflussenden Familieninteraktionen wahrnehmbar und transparent machen (Tonskulpturen, Live-Skulpturen, Versöhnungsarbeit, Arbeit an der familiären Konfliktfähigkeit). Die erweiterten Möglichkeiten dieser Techniken durch den Einsatz in einer Mehrfamiliengruppe werden aufgezeigt und veranschaulicht. Besondere Berücksichtigung wird hierbei das Tagungsmotto „Horizonte erweitern – Netzwerke stärken“ in der Arbeit mit anorektischen Patienten finden.

14
Fr 6 Familienklasse als Bindeglied zwischen Schule und Jugendhilfe
Doris Drümmer, Bremen

In diesem Workshop werden die Grundzüge der Familienklasse umrissen, sowohl für die Grundschule als auch für die weiterführende Schule. Anschließend erfolgt das Ausprobieren von Mehrfamilienübungen, die sich thematisch sowohl auf Schule als auch auf Jugendhilfe beziehen.

Inzwischen hat sich die Familienklasse weiterentwickelt: Es findet nicht mehr nur simultaner Unterricht zur Heimatschule (Unterricht in der Herkunftsklasse) statt, sondern gleichwertig Mehrfamilienarbeit als fester Bestandteil der Familienklasse.

Auf diese Weise werden in der Schule Themen bearbeitet, die nicht nur die Schule, sondern auch das die häusliche Situation der jeweiligen Familien betreffen.
Häufig gilt es, die gewohnten familiären Muster zu unterbrechen und neue Wege des Familienmiteinanders zu finden. Und genau an dieser Stelle befindet sich die Familienklasse im Aufgabenbereich der Jugendhilfe.
38
ausgebucht!
Fr 7 Ambulante MFT zur Vermeidung von Fremdunterbringung
Karin Bracht, Berlin

Ich gebe Ihnen einen kurzen Überblick zur Trägerstruktur und den Beratungsangeboten von familie e.V. Warum wir uns von der aufsuchenden Familienberatung hin zu Multifamilientherapie entwickelt haben, wird Ihnen in Kürze dargestellt.
Die Multifamilientherapie im Rahmen der Hilfen zu Erziehung fest als Bestandteil im Jugendamt zu etablieren war ein langer Weg mit vielen Hürden und unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Wie wir diesen Prozess gestaltet haben, wird im Rahmen des Workshops deutlich.
Familie e.V. bietet die MFT zur Vermeidung von Fremdunterbringung an. Das Arbeiten im Zwangskontext, welche Rolle das Jugendamt einnimmt, wie die Familiengerichte mitwirken und welches Arbeiten unter diesen Umständen für die Therapeuten möglich ist, wird im Workshop dargestellt und ausgiebig diskutiert.
33
ausgebucht!
Fr 8 MFT in der Musiktherapie
Ingrid Ten Hoeve und Thomas Pletsch, Schleswig

In der Tagesklinik Baumhaus am HELIOS-Klinikum Schleswig ist die "Themenorientierte Eltern-Kind-Gruppentherapie" ein Baustein unserer multifamilientherapeutischen Arbeit. Diese Familiengruppen treffen sich 14-tägig für zwei Stunden und beinhalten kreativ-gestalterische und musiktherapeutische Elemente.
In diesem Workshop werden wir die MFT mit musiktherapeutischen Methoden vorstellen und ausprobieren. Es geht dabei um einen spielerischen Umgang mit Instrumenten und Klang, verbunden mit multifamilientherapeutischen Themen wie "Ressourcenorientierung", "Anregung neuer Perspektiven", "gegenseitige Unterstützung" und "Stärkung der Elternrolle".
Ziel des Workshops ist es, mit musiktherapeutischen Medien und Methoden Impulse für die jeweiligen MFT - Anwendungsfelder der TeilnehmerInnen zugeben.
Musikalische Vorkenntnisse sind nicht notwendig!
13
Fr 9 Auf die Plätze, fertig, LOS… Die Möglichkeit MFT in der Jugendhilfe zu implementieren
Miriam Straßheim und Manuela Wallenstein, Wetzlar

In diesem Workshop werden wir das Konzept der Wochen- und Tagesgruppen des ASK Wetzlars vorstellen. Der Workshop richtet sich daher an MFT-Neulinge und Interessierte, die in ihrer Einrichtung MFT implementieren wollen.
Vielleicht stehen Sie am Anfang oder in der Planung eines MFT–Projektes? Wir möchten uns mit Ihnen über gelungene Bausteine und mögliche Stolpersteine austauschen und gemachte Erfahrungen diskutieren.
22
Ausgebucht!
Fr 10
(ehem. Do 5)
Verlegt vom Donnerstag!
Kohärenzgefühl und Bewältigungskompetenzen von Frauen im Verlauf einer MFT
Kerstin Klappstein, Heide
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Referenten

Heike Petersen
(Kreisfachberatung schulische Erziehungshilfe, Koordinatorin FiSch)
diheipe@t-online.de
 
Dr. Björn Enno Hermans
Diplom-Psychologe, Systemischer Therapeut/Familientherapeut, systemischer Kinder- und Jugendlichentherapeut, Systemischer Supervisor und Organisationsentwickler,
Lehrtherapeut/ Lehrsupervisor (DGSF), Notfallpsychologe/  EMDR-Traumatherapeut. Langjährige Tätigkeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie, zuletzt als Leiter der Tagesklinik und einer Institutsambulanz in Dortmund. Seit 2009 Leiter und Geschäftsführer eines Trägerverbundes  der Jugend-, Familien- und Gefährdetenhilfe in Essen, sowie Systemischer Supervisor und Therapeut in freier Praxis und Trainer/Lehrender am ifs in Essen. Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF).

Prof. Dr. med. Michael Scholz, Dresden
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und psychotherapie, Psychotherapeut und Familientherapeut, bis 2007 Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie des Uniklinikums Dresden, langjährige Tätigkeit im Bereich der Multifamilientherapie
Dr. rer. medic. Maud Rix, Dresden
Diplom-Psychologin; Systemische Therapeutin und Beraterin (SG), langjährige Multifamilientherapeutin in der Familientagesklinik für Essgestörte des Uniklinikums Dresden, jetzt freiberuflich u.a. als Multifamilientherapeutin tätig.
Katja Scholz, Dresden
Diplom-Sozialpädagogin, Mediatorin,
langjährige  Multifamilientherapeutin in der Familientagesklinik für Essgestörte des Uniklinikums Dresden
Kontakt: 
Multifamilientherapie Institut Dresden
Prof. M. Scholz, Dr. M. Rix, K. Scholz
Helfenberger Straße 6 / 01277 Dresden
0351 32899911
info@multifamilientherapie.de
www.Multifamilientherapie.de

Karin Bracht
Diplom Erziehungswissenschaftlerin
Systemische Familientherapeutin (SG)
Systemische Supervisorin (SG)
Multifamilientherapeutin (DGSF)

Professor Dr. Armin Castello
Psychologischer Psychotherapeut/Systemischer Berater
Universitaet Flensburg - Institut fuer Sonderpaedagogik
Abt. Sonderpaedagogische Psychologie

Dipl.-Psych. Inga Plewe
Systemische Therapeutin
Familientagesklinik Koralle in Bernau b. Berlin
KJPPP des Martin Gropius Krankenhaus Eberswalde

Dr. med. Ulrike Röttger
Leitende Oberärztin und stellvertretende Klinikleiterin der Uniklinik für KJP.
Klinische Hauptaufgaben: Ausbau der tagesklinischen Behandlung  und Weiterentwicklung des  Behandlungskonzeptes der Eltern-Kind-Station. Einzige Station in Sachsen-Anhalt in der Kinder mit ihren Eltern aufgenommen und  behandelt werden können.
Schwerpunkte der therapeutischen Arbeit: Familienorientierte Behandlungsansätze in der KJP.
Einführung der Mehrfamilientherapie in die multimodale Behandlung der TK und der ELKI. 
Wissenschaftliche Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Institut der Psychologie und der Uniklinik für KJP: Projektleitung  von zwei Evaluationsprojekte (Pilotstudien) über das Arbeiten mit der Mehrfamilientherapie und die Behandlung auf der Eltern-Kind-Station. 
 
Sandra Kock, dipl. Motologin, seit 1998 in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Schleswig
Stephanie Junker, Motopädin, seit 2000 in der Kinder- und Jugendpsychiatrie Schleswig

Tryggvi Kaldan, Director at Familiecenter Løvdal, mail: tka37@helsingor.dk
Claus Bonde Andersen, Consultant at the local Family classes, mail: cpa33@helsingor.dk
Kirsten Hviid, Consultant, and working in the Family Stue (children from 2-6 years), mail: ksh33@helsingor.dk
Janie Brink, Consultant and working in the Family Stue and Family Class, mail: jbr37@helsingor.dk

Dr. Filip Caby
Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie/-psychotherapie
Chefarzt, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Marienkrankenhaus Aschendorf
 
Doris Drümmer
Diplom-Sozialpädagogin, Systemische Familientherapeutin (SG) und Mehrfamilientherapeutin, Systemische Supervisorin (SG), Psychotherapeutin (HPG), 10-jährige Tätigkeit in stationärer Jugendhilfe mit jugendlichen Flüchtlingen, freiberufliche Tätigkeit im Bereich Lehrfortbildung »Soziale Kompetenzen« und Gewaltprävention, Supervision und Elterncoaching.
Doris Drümmer arbeitet an zwei Bremer Schulen erfolgreich mit dem Konzept der Familienklasse
auf Basis der systemischen Mehrfamilienarbeit/-therapie (Dr. Eia Asen, London) mit Multi-Problemfamilien aus 30 Nationalitäten. Ziel ist die Reintegration von aktiven und passiven Schulverweiger/innen. Im Februar 2011 eröffnete sie eine weitere Familienklasse an einer Bremerhavener Gesamtschule.
 
Lisa Mohr
Sonderpädagogin, Psychodramaleiterin, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin,approbiert.
Langjährige Arbeit im Schuldienst als Sonderschullehrerin, seit 7 Jahren als Kinder- und Jugendlichentherapeutin tätig in der Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie- und psychotherapie, zu Beginn teilstationär und nun angestellt in einer sozialpsychiatrischen Praxis, freiberufliche Tätigkeit für die Studierwerkstatt/Universität Bremen im Bereich Lehramtsstudierende und im Bereich Lehrerfortbildung »Umgang mit verhaltensoriginellen SchülerInnen«,«Konfliktmanagement im Umfeld Schule«. Seit 2011 Arbeit mit Multifamiliengruppen auf Basis der systemischen Mehrfamilienarbeit/-therapie (Dr. Eia Asen, London) im ambulanten Setting der sozialpsychiatrischen Praxis und seit Sept. 2011 als Lehrkraft gemeinsam mit
Doris Drümmer mit dem Konzept der Familienklasse in einer Bremer Oberschule.

Matthias Wack
seit 20 Jahren in der Jugendarbeit tätig, seit 15 Jahren Mitarbeiter im ASK Wetzlar, Mehrfamilientrainer und Leiter der ersten Familienklasse an einer Grundschule in Deutschland
 
Dr. Klaus Eckart Zillessen
Alter 48 Jahre, verheiratet, Vater von 3 Kindern 15, 12, 10 Jahre.
Facharztausbildung zum FA für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie von 1992 bis 1997 in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsklinikum Würzburg unter Prof. Dr. med. Warnke. Weiterbildungszeit von 1997 bis 2000 in der Klink für Kinder- und Jugendmedizin mit Spezialgebiet Neuropädiatrie unter Prof. Dr. U. Brandl. Anschließend Oberarzt in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin Weimar mit Leitung der Station für Psychosomatik und Psychotherapie für Kinder- und Jugendliche. 2008 Grundausbildung Mehrfamilientherapie bei Prof. Scholz als "in-house-Schulung" in Weimar. Implementierung einer MFT-Gruppe im stationären Setting in der Kinder- und Jugendpsychosomatik. 2011 Beginn einer zweiten MFT-Gruppe jeden Dienstag nachmittag als fester Bestandteil der stationären psychotherapeutischen Behandlung. 2012 / 2013 Aufbaukurs Mehrfamilientherapie in Dresden. 6/2013 Workshop auf MFT-Jahrestagung / Wetzlar: "Mehrfamilientherapie in der Pädiatrie". 11/2013 Workshop Tagung "Psychosomatik in der Pädiatrie" / Hünfeld: "Einführung in die Mehrfamilientherapie" . Seit 2010 neben Oberarzttätigkeit Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie / Psychotherapie im Gesundheitszentrum Weimar in Apolda. e-mail: e.zillessen@klinikum-weimar.de

Jochen Sattler
Musiker, Dipl. Musiktherapeut, Lehrmusiktherapeut DMtG, Coach;
er arbeitet seit 20 Jahren als Musikpsychotherapeut in der Klinik im Metznerpark in Frankenthal, begleitet mit von ihm entwickelten Modulen Teamentwicklungs- und Beratungsprozesse bei verschiedenen Wirtschaftsunternehmen und ist Lehrbeauftragter an der Katholischen Hochschule Freiburg.
 
Heidjer Schwegmann
Dipl. Sozialarbeiter, Diplom Theologe, systemischer Berater und Familientherapeut (SG), Coach für Multifamilienarbeit, Regionalleiter im Jugendhilfezentrum Leinerstift e.V.
Arbeitsschwerpunkte:
Lösungsfokussierte und ressourcenorientierte Beratung und Therapie, Krisenintervention, Projektentwicklung, Prozessbegleitung und Coaching in Kontexten von ambulanter, teilstationärer und stationärer Jugendhilfe, sowie in schulischen und sozialräumlichen Entwicklungsprozessen, Kommunikations- und Präsenztraining, Gewaltloser Widerstand und Neue Autorität, Umgang mit Wut / Deeskalationstechniken.
Leinerstift e.V.
Dreeskenweg 6, 26629 Großefehn
fon 04943-203 - 0 / mobil 0163-320 32 64
h.schwegmann@leinerstift.de  /  h.schwegmann@leinerstift-akademie.de
 
Ulf Wallin
Certified Family Therapist MD, PhD,Head of Research and Development for the Centre of Eating Disorders and consultant at the Child and Adolescent Eating Disorders Unit, Lund, Sweden.

Anne Strebin
Dipl. Sozialarbeiterin, syst. Familienberaterin, Leiterin einer Tagesgruppe MehrFamilienHaus mit dem Schwerpunkt der Multifamilientherapie
Kontakt:
MehrFamilienHaus
Treibweg 61, 45277 Essen
0201-27508-810
a.strebin@skf-essen.de / www.skf-essen.de

Stefanie Rhein
Dipl. Sozialpädagogin, syst. Beraterin in und mit Organisationen
Gruppenleitung der therapeutischen Wohngruppe Ruhrbrücke
Kontakt:
Ruhrbrücke Neubau
Wuppertaler Str. 8a, 45134 Essen
0201-84399862
s.rhein@skf-essen.de / www.skf-essen.de

Henning Röper
Dipl. Psychologe, Leitender Psychologe der Kinder- und Jugendpsychiatrie Elmshorn,
Systemischer Therapeut SG
henning.roeper@sana.de
Regio Kliniken GmbH
Agnes-Karll- Allee, 25337 Elmshorn
 
Dr. Annegret Eckhart-Ringel
Leitende Oberärztin der
Kinder- und Jugendpsychiatrie Elmshorn,
Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie
und Psycgotherapie
annegret.eckhart-ringel@sana.de
Regio Kliniken GmbH
Agnes-Karll- Allee, 25337 Elmshorn

Sascha Peters, Pädagoge, Co-Therapeut
Frank Sperber, Pädagoge, Co-Therapeut
Godja Eberhardt, Dipl.-Pädagogin, Syst. Familientherapeutin
Kerstin Klappstein,  Dipl.-Gesundheitswissenschaftlerin, Syst. Familientherapeutin,
          Doktorandin Universität Flensburg, FB "Gesundheitspsychologie", Prof. Dr. T. Faltermaier

Holger Buchholz, Ergotherapeut, langjährige Erfahrung in der Multifamilientherapie

Betina Smetsers, Dipl.-Psych. Systemische Therapeutin, langjährige Erfahrung in der Multifamilientherapie

Hans Jürgen Strufe, Krankenpfleger, langjährige Erfahrung in der Multifamilientherapie

Heinz-Georg Löffler, Dipl.-Psych., FA für Kinder- und Jugendpsychiatrie & Psychotherapie,
CA der Villa Paletti, Ambulanz & Tagesklinik für KJPP an der Diakonissenanstalt in Flensburg.

Andree Nykamp
Sonderschullehrer an der Schule Hesterberg; Tätigkeit in der Fortbildung »Multifamiliencoaching im Unterricht«

Ulrike Behme-Matthiessen
Dipl. Psychologin, Psychol. Psychotherapeutin, syst. Familientherapeutin,
Leiterin der Tagesklinik Baumhaus/Schleswig;
Tätigkeit in der Fortbildung »Multifamiliencoaching im Unterricht«

Thomas Pletsch
Arbeitspädagoge / Transaktionsanalytiker, Psychotherapie (HPG), Leiter der Abteilung kreative Therapien am HELIOS Klinikum Schleswig;
10 Jahre Unterrichtstätigkeit an einer Schule für Ergotherapie;
Tätigkeit in der Fortbildung »Multifamiliencoaching im Unterricht«


Veranstaltungsort

Congress Centrum Damp
Seeuferweg 10, 24351 Ostseebad Damp
Tagungsmappe 2013(!) für allgemeine Infos zum Tagungsort
 
Die Anmeldung vor Ort findet (wahrscheinlich) im Eingangsbereich des Kongresszentrums statt.
Die Anmeldezeiten (= Öffnungszeiten des Tagungsbüros) sind

Mittwoch, 21.5.2014, 16-18 Uhr, Donnerstag, 22.5., ab 8 Uhr und Freitag, 23.5., ab 8 Uhr.
Sie erhalten bei der Anmeldung auch Ihre Tagungsunterlagen sowie ein Namensschild.

Busfahrplan Eckernförde - Damp:
http://www.bahn.de/autokraft/view/mdb/autokraft/fahrplaene_2014/mdb_131122_3010_beide_neu_2014.pdf


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